Frage aus der Kategorie: Allgemeine Fragen zur TNF-alpha-Therapie bei rheumatischen Erkrankungen
Wie Sie wissen, können, wollen und dürfen wir über das Internet keine Empfehlungen und Ratschläge zu einer individuellen Diagnose und Therapie geben.
Allgemein kann man sagen, dass die von Ihnen beschriebenen Symptome und Befunde in Richtung einer Spondylarthropathie deuten. Dagegen spricht nicht, dass man im Blut keine Entzündungswerte nachweisen kann, da es zu den Charakteristika der Spondylarthropathien gehört, dass man auch bei einer hohen lokalen Aktivität nicht unbedingt und immer auch zugehörige Entzündungszeichen im Blut feststellen kann. In einem solchen Fall muß die Diagnose in Zusammenschau aller klinischen Symptome und Befunde erfolgen. Dazu gehört dann auch die Bewertung der Familiengeschichte, die in Ihrem Fall ja sehr dringend darauf hindeutet, dass auch bei Ihnen eine entzündlich-rheumatischer Erkrankung vorliegt.
Wenn sich die Diagnose einer Spondylarthropathie bestätigt, stellt sich die Frage nach dem Stellenwert der Veränderungen bzw. Symptome im Darm. Geht man von einer entzündlichen Darmerkrankung aus, macht auf jeden Fall der Therapieversuch mit Sulfasalazin Sinn. Allerdings geht es jetzt zunächst darum, eine korrekte Diagnose zu erreichen. Dies sollte angesichts der hohen Qualifikation der bayrischen Rheumatologen aus meiner Sicht ohne Schwierigkeiten möglich sein. Alles weitere ergibt sich dann schon fast von selbst.