Eine Milzvergrößerung gehört nicht zu den typischen möglichen Nebenwirkungen einer Enbrel-Therapie bzw. ist mir selber als Nebenwirkung einer solchen Behandlung überhaupt nicht bekannt. Da die Milz auch schon lange vor Beginn der Enbrel-Therapie – wenn auch nur leicht – vergrößert war, deutet dies noch mehr darauf hin, daß es sich bei der Milzvergrößerung um einen Befund handelt, der mit der Enbrel-Behandlung nichts zu tun hat.
Unabhängig davon muß dies natürlich abgeklärt werden. Ursachen sind zum einen innerhalb der rheumatischen Grunderkrankung zu suchen (so gibt es eine spezielle Sonderform der rheumatoiden Arthritis (chronischen Polyarthritis), bei der es u.a. zu einer Milzvergrößerung kommt (das sogenannte Felty-Syndrom, http://www.rheuma-online.de/a-z/f/felty-syndrom.html), zum anderen kann aber auch eine Ursache außerhalb der Rheumatologie zu der Milzvergrößerung führen, z.B. eine Veränderung oder Störung bei der Blutbildung oder beim Abbau der Blutkörperchen. Die entsprechende Diagnostik sollte ein internistischer Rheumatologe einleiten können. Ggf. wird auch eine Überweisung zu weiteren Spezialisten notwendig.