Frage aus der Kategorie: Allgemeine Fragen zur TNF-alpha-Therapie bei rheumatischen Erkrankungen
Zeugung eines Kindes unter einer laufenden Therapie mit Efalizumab (Raptiva): Ein Risiko für das Kind?
Es gibt dazu, zumindestens kenne ich selber keine, absolut keine Daten aus klinischen Studien. Deshalb kann ich dazu überhaupt nichts sagen.
Heftiger Krankheitsschub nach Absetzen von Efalizumab (Raptiva) und heftige Arthritis: Cortison, TNF-alpha-Blocker oder Methotrexat?
Sie wissen, daß wir über das Internet keine Ratschläge oder Empfehlungen zu einer individuellen Diagnose oder Therapie geben können, dürfen und wollen.
Allgemein kann man sagen, daß es zur Wirksamkeit von Efalizumab (Raptiva) auf die Gelenkbeteiligung einer Psoriasis, d.h. auf eine Psoriasis-Arthritis, derzeit noch keine ausreichenden Daten gibt. Weiterhin ist Raptiva für die Therapie einer Psoriasis-Arthritis auch nicht offiziell zugelassen. Die Kosten für eine solche Therapie dürfen von einer gesetzlichen Krankenversicherung für den Einsatz bei dieser Indikation deshalb auch nicht übernommen werden (gilt nur für die Arthritis, nicht für die Hautbeteiligung der Psoriasis). Damit entfällt, zumindest im Hinblick auf die Therapie der Psoriasis-Arthritis, eine Therapie mit Raptiva als erste Behandlungsoption.
Welche Alternativen zur Verfügung stehen, hängt vom individuellen Einzelfall ab und kann aus der Entfernung nicht entschieden werden. Grundsätzlich sind alle angesprochenen Behandlungswege denkbar:
- Kurzer Cortisonstoß und schauen, was dieser bringt (dieser Weg wird zumindestens am schnellsten Erleichterung im Hinblick auf die Schmerzen bringen)
- Erneuter Therapieversuch mit Methotrexat vor dem Hintergrund der Erfahrung, daß diese Therapie seinerzeit wirksam und gut verträglich war und auch über einen langen Zeitraum zu einer Remission geführt hat. Ggf. ist in der Anfangsphase eine zusätzliche Therapie mit Cortison denkbar, da es eine gewisse Zeit (von 6-8-12 Wochen) brauchen wird, bis mit einem Wirkungseintritt von MTX zu rechnen ist.
- Umstellung von Efalizumab (Raptiva) auf einen TNF-alpha-Blocker, z.B. Etanercept (Enbrel) oder Infliximab (Remicade), da dadurch eine sehr schnelle und wirksame Verbesserung sowohl im Hinblick auf die Hautmanifestationen der Psoriasis als auch auf die Arthritis zu erwarten ist (wobei man anmerken muß, daß bei vielen Patienten auch Methotrexat auf beide Erscheinungsformen der Psoriasis, d.h. Haut und Gelenke, wirkt).
Therapie einer Psoriasis-Arthritis mit TNF-alpha-Blockern: Wann übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?
Etanercept (Enbrel) ist in Deutschland offiziell zugelassen für die Therapie einer schweren Plaque-Psoriasis, bei der die herkömmlichen Behandlungsmaßnahmen nicht oder nicht ausreichend wirksam waren, außerdem für die Therapie einer aktiven Psoriasis-Arthritis, bei der eine konventionelle Therapie mit einem üblichen Basismedikament, in der Regel Methotrexat in ausreichend hoher Dosierung und über einen ausreichend langen Behandlungszeitraum, nicht oder nicht ausreichend effektiv war.