Frage aus der Kategorie: Allgemeine Fragen zur TNF-alpha-Therapie bei rheumatischen Erkrankungen
Meines Wissens läuft derzeit an den Universitätskliniken in Köln (in Kooperation zwischen der Rheumatologie und der Augenklinik) eine klinische Studie zum Einsatz von Remicade bei der schweren, wiederkehrenden Iritis, bei der konventionelle Behandlungen nicht oder nicht ausreichend wirken. Außerhalb einer solchen klinischen Studie wird die Therapie der Iritis mit TNF-alpha-Blockern zumindest bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen problematisch, da es sich um einen sogenannten „off-label-use“, d.h. eine Anwendung außerhalb der offziellen Zulassung handelt und damit für die Kostenübernahme erhebliche Einschränkungen bestehen. Unabhängig von dieser Frage sollte man über einen vorgeschalteten Einsatz von Sulfasalazin nachdenken, für das kürzlich eine positive Wirkung auf die Iritis im Zusammenhang mit Spondylarthropathien berichtet wurde. Persönlich setze ich diese Substanz schon seit vielen Jahren mit sehr günstigen Ergebnissen ein.