In der Regel wird Adalimumab (Humira) bei der Therapie der rheumatoiden Arthritis in der Kombination mit Methotrexat eingesetzt und ist in dieser Kombination auch offiziell zugelassen. Zu der Kombination mit Leflunomid gibt es nach meiner Kenntnis keine entsprechende klinische Studie. Insofern kann auf der Basis von systematischen Untersuchungen keine Aussage zu der Sinnhaftigkeit einer solchen Kombinationstherapie gemacht werden.
Von der Therapie mit den anderen TNF-alpha-Blockern (Etanercept, Handelsname Enbrel, Infliximab, Handelsname Remicade) wissen wir aber aus größeren Studien, in denen das Therapieverhalten von Rheumatologen im täglichen Alltag untersucht wurde, daß die Kombination dieser Substanzen (insbesondere auch Remicade plus Arava) bei einigen Patienten angewendet wurde.
Unter einem klinischen Blickwinkel ist ein solches therapeutisches Vorgehen immer dann denkbar, wenn es unter der vorhergehenden Therapie mit Arava zu einem teilweisen Ansprechen gekommen ist („partielle Remission“), aber nicht zu einer ausreichenden Wirkung. Die Kombination mit einem anderen langwirksamen antirheumatischen Medikament im Sinne einer „add-on“-Therapie ist dann vor allem deshalb sinnvoll, weil auf diese Weise besser beurteilt werden kann, welche zusätzliche Wirkung durch das neue Medikament erzielt wird. Andernfalls besteht die Möglichkeit, daß nach Absetzen von Arava dessen Wirkung verloren geht und durch Humira ersetzt werden muß. Da aber der Anteil der Arava-Wirkung nicht bekannt ist, der dann verloren geht, kann auch nicht sicher beurteilt werden, wie viel Wirkung dann durch Humira erzielt wurde.
Man muß bei einer solchen Therapie den Patienten aber darüber aufklären, daß die Therapie nicht den üblichen und „klinisch getesteten“ Kombinationstherapien entspricht.