Ablauf der Remicade-Therapie und Erfahrungen mit der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung bei chronischer Polyarthritis  
 
 

Michaela: Ich bin 22 Jahre alt und soll nun wegen meiner wieder stark entzündeten Gelenke Remicade bekommen. Wer kann mir die Behandlung näher beschreiben und seine Erfahrungen mit der Kostenübernahme der Therapie durch die gesetzliche Krankenkasse mitteilen? Wurde die Behandlung abgelehnt? Kann man im Widerspruchsverfahren etwas erreichen ? Vielen Dank! Michaela

Antwort im Erfahrungsaustausch

Renate: Hallo Michaela, ich werde seit März mit Remicade behandelt und mir ging es bereits nach der 2.Infusion viel besser. Remicade wird zu Beginn der Behandlung aufgesättigt, d.h. man bekommt in der ersten Woche, dann in Woche zwei und sechs eine Infusion und geht dann in der Regel in einen achtwöchigen Infusionsturnus über. Die Standarddosis beträgt 3mg Remicade pro Kg/Körpergewicht. Remicade wird wegen besserer Wirksamkeit und zur Vermeidung von Antikörperbildung mit Methotrexat kombiniert. Methotrexat wird entweder in Tablettenform verabreicht oder als Spritze gegeben wobei letzteres besser resorbiert wird und meist auch besser vertragen wird.

Ich habe bei beiden Medikamenten wenig Nebenwirkungen, wir sind aber zu einem Infusionsabstand von sechs Wochen übergegangen, da acht Wochen offensichtlich zu lang waren. Die Kostenübernahme seitens der Krankenkasse war kein Problem, mein Arzt musste nur begründen, warum die Verordnung von Remicade notwendig ist.

Aber die Kassenärzliche Vereinigung hat meinem Arzt Probleme gemacht und ein Zweitgutachten von einem internistischen Rheumatogen gefordert. Da ich aber keine Lust hatte, nur wegen der Kostenübernahmefrage auch noch zu einem fremden Arzt zu gehen, habe ich mich juristisch beraten lassen und die Auskunft bekommen, das keine Rechtsgrundlage für die Forderung eines zweiten Gutachtens seitens der KV besteht. Viel Erfolg! Renate

 
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