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Rheumatische Erkrankungen beschränken sich nicht allein auf das Bewegungssystem und einen isolierten Befall von Knochen oder Gelenken. Da bei der Entstehung von vielen rheumatischen Erkrankungen das Immunsystem eine zentrale Rolle spielt, handelt es sich bei vielen rheumatischen Erkrankungen um Systemerkrankungen, die den ganzen Körper betreffen und nicht nur zahlreiche Organe befallen können, sondern z.T. auch mit schweren Allgemeinsymptomen wie allgemeiner Schwäche, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Nachtschweißigkeit, Gewichtsabnahme und Fieber einhergehen können. Außerdem handelt es sich bei den rheumatischen Erkrankungen um Erkrankungen von Bindegewebsstrukturen. Da Bindegewebe praktisch überall im Körper vorhanden ist, können auch deshalb fast alle Organe im Körper bei einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung beteiligt sein.
Beispiele für Organmanifestationen von rheumatischen Erkrankungen sind:
- rheumatische Augenentzündungen
(z.B. Regenbogenhautentzündung oder Lederhautentzündung)
- rheumatische Rippenfellentzündungen
- rheumatische Herzbeutel-, Herzklappen- oder
Herzmuskelentzündungen
- rheumatische Entzündungen der Nieren
- rheumatische Entzündungen des Darms
- rheumatische Entzündungen der Gefäße
- rheumatische Entzündungen der Nerven
- rheumatische Entzündungen des Gehirns
Diese Organbeteiligungen rheumatischer Erkrankungen sind zum Teil lebensgefährlich und müssen sofort richtig erkannt und behandelt werden. Es ist heute leider noch viel zu wenig bekannt, dass es auch in der Rheumatologie lebensbedrohliche Notfälle gibt, die der sofortigen Behandlung durch einen erfahrenen Rheumatologen bedürfen. Glücklicherweise stehen heute moderne Medikamente und Behandlungsverfahren zur Verfügung, mit denen sich die meisten dieser Organkomplikationen und die anderen Notfallsituationen gut beherrschen lassen.
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