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Der Verlauf der rheumatoiden Arthritis ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bei einem Großteil der Betroffenen nehmen die Beschwerden im Laufe der Jahre zu, wobei die Krankheit in Schüben mit immer kürzeren Abständen auftritt. Schwere Verläufe sind durch eine Mitbeteiligung der verschiedenen Organsysteme gekennzeichnet, z.B. rheumatische Entzündungen der inneren Organe wie Herz und Lunge, des blutbildenden Systems, des lymphatischen Systems, des Nervensystems oder der Gefäße. Diese Organmanifestationen sind in der Regel ein Zeichen für einen prognostisch äußerst ungünstigen Verlauf und können mit lebensbedrohlichen Komplikationen einhergehen.
Welcher Patient diese schweren Stadien der RA durchleiden muss, lässt sich im voraus nicht sicher vorhersagen. Die einzige Möglichkeit, um den Krankheitsverlauf und seine möglichen Spätfolgen günstig zu beeinflussen, liegt in einer frühzeitigen Diagnose und der entsprechend frühzeitigen, zielgerichteten Behandlung.
In der Vergangenheit wurden die Krankheitsfolgen der chronischen Polyarthritis in erheblichem Maße unterschätzt. Zwar war man sich der erheblichen Lasten und Leiden für den Patienten bewusst. Erst in neuerer Zeit wurde jedoch deutlich, dass die chronische Polyarthritis eine schwere Systemerkrankung ist, die bei unzureichender Behandlung nicht nur zu einer nachhaltigen Behinderung und einer massiven Einbuße an gesellschaftlicher Teilhabe führt, sondern auch mit einer erheblichen Verkürzung der Lebensdauer einhergeht. Ein profilierter Rheumatologe aus den USA bezeichnet deshalb die chronische Polyarthritis heute als eine dringlich zu behandelnde Erkrankung (.a medical emergency.) und stellt sie vor dem Hintergrund der entsprechenden Mortalitätsdaten (Sterblichkeitsrisiko) auf eine Stufe wie bösartige Tumorerkrankungen oder schwere Herzerkrankungen.
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