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Ein spezieller Vorteil von Ciclosporin besteht darin, daß dieses Medikamemt nach den bisherigen Erfahrungen keinen Einfluß auf eine Schwangerschaft hat und die Therapie nach dem Stand der gegenwärtigen Erkenntnis wahrscheinlich ohne Risiko auch während einer Schwangerschaft fortgesetzt werden kann.
Die umfangreichsten Daten zu dieser Frage gibt es aus der Transplantationsmedizin, insbesondere von Frauen nach Nierentransplantation. Die Situation ist nicht in jeder Hinsicht mit der Behandlung bei einer Psoriasis, einer Psoriasis-Arthritis oder einer Psoriasis-Spondarthritis vergleichbar. Dennoch kann man die dort gewonnenen Erkenntnisse auf die wesentlichen Fragestellungen bei der Behandlung von entzündlich-rheumatischen und immunologischen Systemerkrankungen mit Ciclosporin übertragen.
Bei nierentransplantierten Frauen, bei denen die Immunsuppression mit Ciclosporin beendet werden konnte und bei denen es später zu einer Schwangerschaft kam, war die Rate an kindlichen Missbildungen nicht erhöht.
Bei Frauen, bei denen während der Schwangerschaft die laufende Therapie mit Ciclosporin fortgesetzt werden musste, um keine Abstoßung der transplantierten Niere zu riskieren, gab es ebenfalls keine Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung von Ciclosporin.
Insgesamt kommen die entsprechenden Studien zu dem Ergebnis, dass Ciclosporin A nicht in der Gruppe der Substanzen mit einem beträchtlichen teratogenen Risiko, d.h. mit einem beträchtlichen Risiko für eine Fruchtschädigung, eingeordnet werden muß ("CsA does not appear to be a major human teratogen.").
Eine besondere Stärke von Ciclosporin liegt bei der Therapie einer rheumatoiden Arthritis in der Kombination mit Methotrexat bei solchen Patienten, die auf eine initiale Methotrexat-Therapie nicht ausreichend angesprochen haben oder bei denen aus den verschiedensten Gründen Methotrexat nicht in einer ausreichend hohen Dosierung gegeben werden kann. Mit der zusätzlichen Gabe von oft sogar nur vergleichsweise niedrigen Dosen von Ciclosporin kommt es in manchen Fällen bereits innerhalb von kurzer Zeit, manchmal bereits innerhalb von 2-3 Wochen, zu einer deutlichen Besserung der Arthritis. Allerdings sind bei anderen Patienten für eine maximale Wirksamkeit auch die üblichen Ciclosporin-Dosen notwendig; ebenso kann die Wirkung z.T. auch erst nach einigen Wochen einsetzen. Eine endgültige Beurteilung der Wirksamkeit ist erst nach Ablauf von 3 Monaten möglich. Daten aus klinischen Studien zur Kombinationstherapie der Psoriasis-Arthritis mit Methotrexat und Ciclosporin liegen allerdings nicht vor.
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