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Völlig unklar ist dabei die Bedeutung der Ernährung. Allgemein kann man sagen, daß es "das" Nahrungsmittel oder "die" Produkte, die voraussagbar und vorhersehbar bei einem jeden Psoriasis-Patienten einen Psoriasis-Schub an der Haut oder einen Arthritis-Schub auslösen, nicht gibt.
Andererseits wissen Patienten mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis oft sehr genau, daß es bei ihnen nach bestimmten Nahrungs- oder Genussmitteln zu einer Zunahme der Krankheitsaktivität bis hin zu regelrechten Schubsituationen kommen kann. Die Liste solcher Nahrungs- und Genussmittel umfasst insbesondere Süßigkeiten, Alkohol, z.T. Fleisch, z.T. Fisch, oft Muscheln oder andere Schalentiere, sehr häufig auch Nahrungsmittel, die bestimmte Konservierungsmittel enthalten. Die Erfahrungen eines individuellen Patienten lassen sich aber nicht auf andere Patienten übertragen, d.h. wenn Schokolade bei dem einen Patienten eine Rolle spielt, muß das bei dem nächsten überhaupt nicht der Fall sein. Dies gilt sinngemäß für alle andere Nahrungs- und Genussmittel auch.
Noch schwieriger wird es, wenn man im Einzelfall ganz genau ins Detail geht. So verträgt derselbe Patient vielleicht keine braune Schokolade, sehr wohl aber weiße, und im Fall von Rotwein funktioniert es mit italienischen Rotweinen, nicht aber mit französischem Bordeaux (oder umgekehrt). Und selbst innerhalb von einzelnen Lagen wird der Rotwein des einen Chateaus vertragen, der Wein des Nachbarherstellers aber nicht. Es scheint sich also beispielsweise im Fall von Rotwein nicht um den Alkohol oder den Rotwein oder die Traube an sich zu handeln, sondern um bestimmte Stoffe, die dann im fertigen Wein vorhanden sind und die als Nebenprodukte im Rahmen der Weinherstellung entstanden sind.
In der Praxis bedeutet das, daß man bei Psoriasis und Psoriasis-Arthritis keine allgemeingültigen Ernährungsempfehlungen geben kann, daß aber jeder selbst auf mögliche auslösende oder verstärkende Faktoren achten sollte und im Einzelfall auch einmal ausprobieren sollte, ob es in der konkreten Situation auch wirklich daran lag oder nicht (d.h. einen "Provokationstest" machen und z.B. das gleiche Nahrungsmittel noch einmal essen bzw. den gleichen Wein noch einmal trinken und beobachten, ob sich dadurch Symptome erneut auslösen oder verstärken lassen).
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