Klinische Studien zur Therapie der Psoriasis-Arthritis mit Sulfasalazin  
 
 

Die Wirksamkeit der Sufasalazin-Therapie bei der Psoriasis-Arthritis wurde bislang nur in wenigen klinischen Studien untersucht. In einer umfangreichen, placebo-kontrollierten Doppelblind-Studie (Clegg et al. 1996) wurden 221 Patienten, die zuvor auf eine Behandlung mit cortisonfreien Entzündungshemmern (nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR) nicht ausreichend angesprochen hatten, über 36 Wochen entweder mit 2.000 mg Sulfasalazin oder mit Placebo behandelt.

Die Wirksamkeit wurde im Hinblick auf eine Verringerung der Gelenkschmerzen und der Gelenkschwellungen sowie durch eine globale Bewertung jeweils durch Arzt und Patient beurteilt.

Dabei zeigte sich eine Response-Rate von 57.8% für Sulfasalazin gegenüber einer Ansprechrate von 44.6% für Placebo (p < 0.05). Bei den Patienten, die mit Sulfasalazin behandelt wurden, ging die Blutsenkung deutlich stärker zurück als bei den Placebo-Patienten (p < 0.0001).

Sulfasalazin scheint nach den Ergebnissen einer weiteren großen Studie (Clegg et al. 1999) in erster Linie auf die peripheren Gelenkmanifestationen der Psoriasis-Arthritis zu wirken, nicht jedoch auf die axialen Manifestationen (Beteiligung des Achsenskelett, d.h. Wirbelsäule und Ileosakralgelenke). Dies entspricht allerdings nicht unbedingt den Erfahrungen aus dem Einsatz von Sulfasalazin in der rheumatologischen Praxis, wo Sulfasalazin eine z.T. sehr gute Wirksamkeit gerade bei einer Wirbelsäulenbeteiligung aufweist.

Andere Studien unterstützen diese Beobachtung und belegen eine Wirksamkeit von Sulfasalazin auch im Hinblick auf die Wirbelsäulen-Beteiligung (Salvarini et al. 2001).

 
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