Klinische Studien zur Therapie der Psoriasis-Arthritis mit Leflunomid (Arava)  
 
 

In der TOPAS-Studie wurden in einem doppelblinden, randomisierten, placebo-kontrollierten Design 190 Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis über einen Zeitraum von 24 Wochen entweder mit Leflunomid oder mit Placebo behandelt (Kaltwasser et al. 2003). Die Dosierung von Leflunomid erfolgte wie bei der Therapie der rheumatoiden Arthritis, d.h. mit 100 mg pro Tag über drei Tage, dann 20 mg pro Tag als Erhaltungsdosis.

Der primäre Endpunkt der Studie war der Anteil von Patienten mit einem therapeutischen Ansprechen gemäß dem PsARC-Index (Psoriatic Arthritis Response Criteria). Sekundäre Endpunkte der Studie waren ein Ansprechen nach den ACR-Kriterien (ACR-20) und im PASI-Hautindex (Psoriasis Area and Severity Index), weiterhin im sogenannten target lesion score, d.h. einem Score, der die Verbesserung des Hautbefundes in definierten Hautarealen misst.

59% der mit Arava behandelten Patienten zeigten nach Abschluß der 24-wöchigen Therapiephase ein Ansprechen im PsARC (Abb. 24, dagegen nur 29,7% in der Placebo-Gruppe (p < 0.0001). Bei 36,3% der Patienten kam es unter Leflunomid zu einer ACR-20-Response gegenüber 20.0% unter Placebo (p < 0.02).

 

Abb. 24:Therapie der Psoriasis-Arthritis mit Leflunomid (Arava). Signifikant besseres Ansprechen auf Arava im PsARC (Psoriasis-Arthritis-Aktivitäts-Index) gegenüber Placebo. Daten der TOPAS-Studie nach 24 Wochen.

Die Hautmanifestationen verbesserten sich im Median unter Arava um 23.8%, hingegen war der Befund nach 24 Wochen unter Placebo unverändert (p < 0.003, Abb. 25). Bei der Bewertung der target lesions zeigte sich ein Ansprechen bei 48.4% der Arava-Patienten und bei 25.6% der Placebo-Patienten (p < 0.005).

Abb. 25:Ansprechen der Psoriasis-Manifestationen an der Haut unter der Therapie der Psoriasis-Arthritis mit Leflunomid (Arava). Besserung im PASI (Index für das Ausmaß der befallenen Hautareale und die Schwere der Hautmanifestationen der Psoriasis) unter Leflunomid gegenüber dem unveränderten Befund unter Placebo. Daten der TOPAS-Studie nach 24 Wochen.

Die Verbesserungen in den genannten Scores gingen mit einer signifikanten Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität einher, die im HAQ (Health Assessment Questionnaire) und im DLQI (Dermatology Life Quality Index) gemessen wurde. Für Leflunomid zeigten sich dabei durchschnittliche Verbesserungen im HAQ von 0.19 Punkte (gegenüber 0.05 unter Placebo, p < 0.03) und im DLQI von 1.9 Punkten (gegenüber 0.2 unter Placebo, p < 0.02).

Die Verträglichkeit und Sicherheit von Leflunomid entsprach den Erfahrungen aus den bisherigen Studien zur rheumatoiden Arthritis. Die häufigsten Nebenwirkungen waren dabei Durchfälle und Erhöhungen der GPT (ein Leberwert). Schwere Nebenwirkungen, speziell auch im Hinblick auf ein akutes Leberversagen oder schwere andere Leberschädigungen traten nicht auf. Die Zahl von therapiebedingten Abbrüchen war in der Leflunomid-Gruppe mit 14.6% ähnlich wie in der Placebo-Gruppe mit dort 12.0%.

 

 
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