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Von der Psoriasis-Arthritis können sehr viele Gelenke betroffen sein. Bei Krankheitsbeginn ist die Gelenkbeteiligung allerdings zumindest anfangs bei der Mehrzahl der Patienten oligoartikulär (von griech. oligo = wenig), d.h. es sind bis maximal vier Gelenke betroffen.
Am häufigsten befällt die Psoriasis-Arthritis die kleinen Gelenke an den Händen und Füßen sowie die Kniegelenke und Sprunggelenke, weiterhin die Ellenbogengelenke.
Generell sind Gelenke im Bereich der unteren Körperhälfte häufiger und im Verlauf oft auch eher betroffen. Nicht selten beginnt eine Psoriasis-Arthritis, insbesondere bei der spondarthritischen Form, als Monarthritis im Bereich der unteren Extremität, z.B. mit einer Kniegelenksarthritis oder Sprunggelenksarthritis (Monarthritis von griech. mono = einzig, allein).
Typisch beim peripheren Typ der Psoriasis-Arthritis ist eine Beteiligung der Fingerendgelenke und der Zehenendgelenke. Ein solches "distales" Befallsmuster (von distal: in der Distanz vom Körperstamm liegend, von der Körpermitte entfernt) sollte immer an eine Psoriasis-Arthritis denken lassen, insbesondere auch in der Abgrenzung zur rheumatoiden Arthritis, bei der die Endgelenke charakteristischerweise nicht betroffen sind.
In Abgrenzung zur rheumatoiden Arthritis ist die Gelenkbeteiligung bei der Psoriasis-Arthritis oft auch asymmetrisch, d.h. es sind auf der rechten und linken Körperhälfte unterschiedliche Gelenkregionen befallen.
Ebenfalls charakteristisch ist der sogenannte Strahlbefall, bei dem alle Gelenke eines Fingers oder eines Zehs getroffen sind (beispielsweise Fingergrundgelenk, Mittelgelenk und Endgelenk). Der Strahlbefall ist eine andere Manifestation als die Daktylitis, mit der er allerdings oft verwechselt wird. Während bei der Daktylitis eine ausgeprägte Entzündung aller Strukturen einschließlich der Weichteile, der Sehnen, Sehnenscheiden und selbst des Knochens und der Knochenhaut ("Periost") vorliegt, ist beim Strahlbefall das Gewebe zwischen den einzelnen Gelenken nicht betroffen (Abb. 8).
 - Abb. 8: Typische Gelenkbefallsmuster bei der Psoriasisarthritis: Strahlbefall, Daktylitis und Fingerendgelenksbeteiligung
Ein für die Psoriasis-Arthritis ebenfalls charakteristischer Gelenkbefall ist eine Arthritis des Sternoclaviculargelenks, d.h. des Gelenks zwischen dem Schlüsselbein und dem Brustbein. Sie ist allerdings nicht so häufig wie die Arthritis an den anderen genannten Lokalisationen.
Das Sternoclaviculargelenk gehört zu den Gelenken im Bereich des Körperstamms. Eine Arthritis dieses Gelenks ist damit immer ein Hinweis auf eine "zentrale" Form der Psoriasis-Arthritis, d.h. eine Psoriasis-Spondarthritis.
Für ein spondarthritisches Muster typisch sind weiterhin eine Beteiligung von Sehnen und Sehnenansätzen ("Enthesitis"). Die Enthesitis führt bei der Psoriasis-Arthropathie zu teilweise erheblich beeinträchtigenden und schwer zu behandelnden Entzündungen u.a. im Bereich der Achillessehnen oder auch im Übergangsbereich von Brustbein und Rippen.
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