|
Zytokine sind im Körper vorkommende natürliche Botenstoffe. Durch diese Botenstoffe verständigen sich die Zellen des Immunsystems und koordinieren mit ihrer Hilfe ihren gemeinsamen Kampf gegen Angriffe des Organismus von außen (z.B. bei Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen, Parasiten oder andere Feinde). Botenstoffe sind wie Zündschlüssel zu einem passenden Zündschloss (dem Rezeptor) an der Zelloberfläche. Sie docken dort an und lösen dadurch bestimmte biologische Reaktionen im Inneren der Zelle aus. Man kann sich das so vorstellen, dass man einen Zündschlüssel in ein Autoschloss steckt und durch das Umdrehen des Schlüssels den Motor anlässt. Man unterscheidet Zytokine, die die Entzündung fördern (.pro-inflammatorische Zytokine.), von Zytokinen, die die Entzündung hemmen (.anti-inflammatorische Zytokine.).
Pro-inflammatorische Zytokine dienen u.a. dazu, zu Beginn einer Immunabwehr durch die entzündliche Reaktion Abwehrzellen auf Eindringlinge von außen aufmerksam zu machen, weitere Immunzellen an den Ort des Geschehens zu lotsen und den Abwehrkampf zu verstärken.
Mit erfolgreich abgeschlossener Immunabwehr sollte dann die Entzündung beendet werden. Dafür sorgen unter anderem die anti-inflammatorischen Zytokine. Unter ihrem Einfluss wird die Entzündung im Normalfall nach einiger Zeit heruntergeregelt und allmählich zum Abklingen gebracht.
Wenn allerdings das Zusammenwirken von pro-inflammatorischen und anti-inflammatorischen Zytokinen nicht richtig funktioniert oder andere Gründe (z.B. die unvollständige Elimination, d.h. Beseitigung von Infektionserregern oder anderen Auslösern der Entzündung) dazu führen, dass die Wirkung von pro-inflammatorischen Zytokinen dauerhaft überwiegt, kommt es zu einer chronischen Entzündung.
|