Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts erleben wir tiefgreifende Veränderungen in der Rheumatologie. Erstmals deutet sich mit innovativen Therapieformen die Möglichkeit an, bei einem Teil der rheumatischen Erkrankungen den Entzündungsprozeß völlig zu stoppen und zuvor schwerkranken und schwer behinderten Menschen zu einem wieder weitgehend normalen oder sogar wieder völlig normalem Leben zu verhelfen.
Erreicht werden konnten diese bahnbrechenden Fortschritte in der Therapie rheumatischer Erkrankungen durch entscheidende neue Erkenntnisse zu den krankhaften Prozessen und durch neue Behandlungsstrategien, vor allem aber auch durch die Entwicklung neuer biologischer Medikamente, mit denen anders als früher ganz gezielt in den Krankheitsablauf eingegriffen werden kann.
Die neuen therapeutischen Möglichkeiten der Rheumatologie sind allerdings noch nicht allgemein bekannt. Allzu häufig gilt "Rheuma" noch als eine Erkrankung, gegen die man nichts ausrichten kann und bei der sich intensive therapeutische Anstrengungen nicht lohnen. In der Konsequenz führt dies dazu, dass vielfach die vorhandenen Chancen nicht genutzt werden und nur ein kleiner Teil der Patienten in den Genuß der bereits heute bestehenden Behandlungsmöglichkeiten kommt.